Freitag, 3. Februar 2017

Grünes Curry mit gebratener Lachsforelle


Willkommen auf meinem neuen Blog. In diesem Blog wird sich alles um meine kulinarischen Kreationen drehen. Zudem könnte es sein, dass ich Rezensionen über Restaurants innerhalb Berlins verfassen werde. Mein derzeitiger Schwerpunkt liegt auf der asiatischen Küche, der Fusionsküche, der Ketoküche und dem Backen. Dennoch werde ich auch andere kulinarische Besonderheiten posten und mit der Zeit meinen Schwerpunkt ändern.

In diesem Sinne fangen wir doch gleich mit einem thailändischen Rezept an:


Grünes Curry mit gebratener Lachsforelle

Grünes Curry mit gebratener Lachsforelle


Gliederung

1. Zutaten
2. Zubereitung
3. Alternative für die Zubereitung
4. Alternativen für gewisse Zutaten


1. Zutaten

für 3-4 Personen

300g frische Lachsforelle
1-2 Handvoll Kirschtomaten
1 Bund Thaibasilikum
20-30 Champignons
4-6 EL grüne Currypaste (das Rezept für eine selbstgemachte grüne Currypaste findet ihr hier)
1 EL Fischsauce
500 ml Kokosmilch
6 getrocknete Kaffirlimettenblätter
1 TL Rohrohrzucker
2 EL Pflanzenöl


2. Zubereitung

Lachsforelle kurz vor der Zubereitung


Die Lachsforelle in dicke Würfel schneiden. Die Kirschtomaten je nach Vorliebe halbieren oder vierteln. Die Thaibasilikumblättchen von den Stängeln zupfen. Die Champignons in dünne Scheiben schneiden.

Das Öl in einer großen Pfanne 3-4 Minuten erhitzen. Die Lachsforelle hineingeben und bei mittlerer Hitze kurz anbräunen. Sie soll innen noch roh sein.

Dann den Fisch herausnehmen und die Currypaste in die Pfanne geben und für ca. 3-4 Minuten unter häufigem Rühren garen. Danach die Fischsauce, die Kokosmilch, die Limettenblätter und Zucker hinzufügen, zum Kochen bringen und bei starker Hitze 3-4 Minuten reduzieren.

Jetzt die Lachsforelle zufügen und dann die Tomaten, die geschnittenen Pilze und das Basilikum einarbeiten. Sofort servieren.


Klebreis als Beilage


Als Beilage gab es bei mir Klebreis. Für die Zubereitung des Klebreis wird es bei Gelegenheit einen extra Blogeintrag geben. Andere Reissorten sowie Nudeln, Kartoffeln, etc. würden ebenfalls gut passen. Auch ohne Beilage ist das Curry sehr lecker - und kohlenhydratarm.


3. Alternative für die Zubereitung

In Thailand ist es wie in vielen anderen asiatischen Ländern üblich, dass zu den Mahlzeiten stets mehrere Gerichte serviert werden. Wer ebenfalls in diesem kulturellen Sinne eine Mahlzeit zu sich nehmen möchte, der kriegt von mir hier eine veränderte reduzierte Zutatenliste:

300g frische Lachsforelle
1 Handvoll Kirschtomaten
1/2 Bund Thaibasilikum
20 Champignons
3 EL grüne Currypaste
1 EL Fischsauce
250 ml Kokosmilch
3 getrocknete Kaffirlimettenblätter
1 TL Rohrohrzucker
2 EL Pflanzenöl

Wie ihr seht, habe ich nicht alle Zutaten reduziert. Achtet deshalb darauf, dass der Fisch gut mit der Sauce überzogen wird, wenn ihr alle Zutaten gemeinsam kocht. Lasst es euch schmecken. =)


4. Alternativen für gewisse Zutaten

Beilagen = Wie bereits erwähnt, habe ich mich bei den Beilagen für den thailändischen Klebreis entschieden. Ebenfalls gut geeignet sind weitere Reissorten wie zum Beispiel der Basmatireis. Ansonsten kann man mit typischen Beilagen wie Nudeln und Kartoffeln auch nicht viel falsch machen. Auch ohne Beilage ist das Curry sehr lecker - und kohlenhydratarm.

Lachsforelle = Die Currysuppe kann man je nach Geschmack und Angebot mit jedem anderen Fisch ebenfalls gut zubereiten. Zum Beispiel wäre Thunfisch eine sehr geeignete Alternative.

Kaffirlimettenblätter = Neben der getrockneten Variante eignen sich natürlich auch die frischen und die tiefgekühlten Kaffirlimettenblätter. Falls euch diese Blätter nicht zur Verfügung stehen, könntet ihr mit einem Spritzer Limettensaft und etwas geriebener Limettenschale eine Alternative entdecken. Im Notfall einfach weglassen und nicht verzweifeln.

Rohrohrzucker = Statt Rohrohrzucker bietet sich auch Palmzucker an. Ansonsten besteht die Alternative im üblichen Haushaltszucker.

Thaibasilikum = Beim Thaibasilikum unterscheidet man in der Regel zwischen drei verschiedenen Basilikumarten. Bei meinem Curry benutzte ich die Basilikumart Maenglak, auch Zitronenbasilikum genannt. Alternativ zu den drei Thaibasilikumarten bieten sich natürlich auch die in Deutschland typischeren Sorten und Arten an, wobei es durchaus für die Feinschmecker zu wahrnehmbaren geschmacklichen Unterschieden kommen wird.




Als Grundlage für das Rezept diente mir folgende Quelle:
 
Feller, Thomas; Princet, Aline; Brouant, Isabelle (2014): Rezepte aus Thailand. München: Dorling Kindersley (Selbst gemacht).




Donnerstag, 2. Februar 2017

Currypasten

Da einer meiner Schwerpunkte die asiatische Küche ist und somit auch Länder wie Thailand und Indien dazuzählen, werde ich euch zuallererst die Grundrezepte zu meinen selbstgemachten Currypasten verraten.

Hierbei ist zu beachten, dass es so viele unterschiedliche Currypasten gibt wie Sand am Meer. Wenn euch also mal ein bestimmtes aromatisches Gewürz fehlt oder ihr denkt, dass ein anderes Gewürz ebenfalls gut mit den anderen Zutaten harmonieren könnte - kein Problem! Seid experimentierfreudig! Meiner Meinung nach sollten jedoch Chilischoten, Galgant (alternativ Ingwer), Knoblauch, Schalotten (alternativ Zwiebeln), Zitronengras, Limetten, Kreuzkümmelsamen, Koriandersamen sowie Pfeffer und Salz ein fester Bestandteil von Currypasten sein. Currypasten sind toll. Bereits auf sehr einfachem Wege lassen sich sehr leckere Speisen damit zaubern. Man nehme einfach 250-500 ml Kokosmilch, gibt ein paar Esslöffel einer Currypaste hinzu, schmeißt diverses Gemüse und Fleisch dazu, lässt es kochen und voilà - es schmeckt!

Da sich Currypasten unter Verwendung von frischen Zutaten in der Regel mindestens 3 Monate im Kühlschrank lagern lassen, ist es auch möglich, sich einen Vorrat anzulegen. In diesem Sinne empfehle ich die drei- oder vierfache Menge der hier angegebenen Zutaten.

Gliederung

1. Grüne Currypaste
2. Gelbe Currypaste
3. Rote Currypaste
4. Alternativen für gewisse Zutaten
5. Kleine Hinweise


1. Grüne Currypaste
Kleine extra scharfe grüne und rote Chilischoten (Asialaden)

Zutaten:

1 kleine extra scharfe grüne Chilischote
1 Stück Galgant (ca. 3 cm)
2 Knoblauchzehen
2 Schalotten
1 Stängel Zitronengras
4 Kaffirlimettenblätter
1 Kaffirlimette
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Koriandersamen
1/2 TL weiße Pfefferkörner
2 Msp. Muskatnuss
1 Bund Koriandergrün (wenn möglich mit Wurzeln)
1 TL Garnelenpaste
2 Msp. Salz

Wichtige Küchenutensilien oder Geräte:

Standmixer (alternativ Pürierstab)
Zestenreißer oder Reibe

Zubereitung:

Den Stiel von der Chilischote abtrennen. Schärfeempfindliche Personen sollten die Kerne und die Membran der Chilischote entfernen, um der Chilischote etwas die schärfe zu nehmen. Galgantwurzel, Knoblauch und Schalotten schälen und in Stücke schneiden. Das Zitronengras ebenfalls in Stücke schneiden. Die Mittelrippe aus den Limettenblättern entfernen. Mit einem Zestenreißer oder der Reibe die Limette dünn abziehen, halbieren und auspressen (ihr braucht die geriebene Schale und den Saft).

Die Kreuzkümmel- und Koriandersamen sowie den weißen Pfeffer in eine kleine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten anrösten, bis es zu knistern beginnt und ein intensiver Duft aufsteigt. Falls es nicht knistern sollte und die Nase versagt, dann wartet einfach, bis die ersten Koriandersamen etwas bräunlich werden. Danach Herdplatte ausschalten und die geriebene Muskatnuss für 1-2 Minuten zugeben.

Die angerösteten Gewürze, Knoblauch, Galgant, Schalotten, Zitronengras, Garnelenpaste, Chilischote, Koriandergrün, Salz, Kaffirlimettenblätter sowie Schale und Saft der Kaffirlimette in den Mixer geben. Alles pürieren. Sollte die Paste zu fest werden, dann etwas Wasser, Limettensaft oder Pflanzenöl (Kokosöl) hinzufügen und so lange weitermixen, bis sie glatt und geschmeidig ist. Im Kühlschrank aufbewahren und fertig.


2. Gelbe Currypaste
Gewürze kurz vorm Rösten (Sternanis fehlt :D)

Zutaten:

1 kleine extra scharfe rote Chilischote
1 Stück Galgant (ca. 3 cm)
2 Kurkumawurzeln
3 Knoblauchzehen
3 Schalotten
1 Stängel Zitronengras
1 Kaffirlimette
1 EL Kreuzkümmelsamen
2 EL Koriandersamen
2 Sternanis
1 Zimtstange
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL Garnelenpaste
2 Msp. Salz

Wichtige Küchenutensilien oder Geräte:

Standmixer (alternativ Pürierstab)
Zestenreißer oder Reibe

Zubereitung:

Den Stiel der Chilischote abschneiden und entfernen. Den Galgant, die Kurkuma, den Knoblauch und die Schalotten schälen und in Stücke schneiden. Das Zitronengras ebenfalls in Stücke schneiden. Mit einem Zestenreißer oder der Reibe die Limette dünn abziehen, halbieren und auspressen.

Die Kreuzkümmel- und Koriandersamen, Sternanis, Zimtstange und schwarzen Pfeffer in eine kleine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten anrösten, bis es zu knistern beginnt und ein intensiver Duft aufsteigt.

Die gerösteten Gewürze, den Knoblauch, den Galgant, die Kurkuma, die Schalotten, das Zitronengras, die Garnelenpaste, Chilischote, das Salz, den Limettenzest und -saft in den Mixer geben. Alles pürieren. Gerät die Paste zu fest, etwas Wasser, Limettensaft oder Pflanzenöl (Kokosöl) hinzufügen und so lange weitermixen, bis sie glatt und geschmeidig ist. Im Kühlschrank aufbewahren.


3. Rote Currypaste
Endergebnis der roten Currypaste


Zutaten

1 kleine extra scharfe rote Chilischote
1 Stück Galgant (ca. 3 cm)
1 Kurkumawurzel
2 Knoblauchzehen
4 Schalotten
1 Stängel Zitronengras
1 Kaffirlimette
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL Koriandersamen
45 kleine getrocknete Chilischoten
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
2 Msp. geriebene Muskatnuss
1 TL Paprikapulver
evtl. 2-4 Korianderwurzeln
2. Msp Salz


Wichtige Küchenutensilien oder Geräte:

Standmixer (alternativ Pürierstab)
Zestenreißer oder Reibe

Zubereitung:

Den Stiel der Chilischote entfernen. Den Galgant, die Kurkuma, den noblauch und die Schalotten schälen und in Stücke schneiden. Auch das Zitronengras in Stücke schneiden. Mit einem Zestenreißer oder der Reibe die Limette dünn abziehen, halbieren und auspressen.

Die Kreuzkümmel- und Koriandersamen, getrocknete Chilischoten und schwarzen Pfeffer in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten anrösten, bis es zu knistern beginnt und ein intensiver Duft aufsteigt. Danach das Muskatnuss und das Paprikapulver hinzufügen.

Die angerösteten Gewürze, Knoblauch, Galgant, Schalotten, Zitronengras, Chilischote, gegebenenfalls Korianderwurzeln, Salz, Limettenzest und -saft in den Mixer geben. Alles pürieren. Sollte die Paste zu fest geraten, dann einfach etwas Wasser, Limettensaft oder Pflanzenöl (Kokosöl) hinzufügen und so lange weitermixen, bis sie glatt und geschmeidig ist. Danach im Kühlschrank bis zuer Verwendung aufbewahren.


4. Alternativen für gewisse Zutaten

Chilischoten = als kleine extra scharfe rote und grüne Chilischoten nehme ich die Thai Chili (siehe Bild), die bis zu 50.000 - 100.000 Scoville scharf sein kann. Wem das zu scharf oder zu mild ist, der kann alternativ jede andere Chilischote verwenden. Die 45 kleinen getrockneten Chilischoten bei der roten Currypaste habe ich wie die Thai Chilis im Asialaden gefunden. Eine nähere Bezeichnung ist nicht gegeben. Von der Form und der Schärfe gehören sie genau wie die Thai Chilis zu den Bird Eye Chilischoten - sind jedoch kleiner als diese. Hierbei können ebenfalls andere Chilischoten genutzt oder die Anzahl erhöht oder reduziert werden.

Galgant = Nur für den Fall, dass ihr wirklich keinen Galgant findet - nehmt Ingwer. Es ist zwar nicht der optimale Ersatz, aber besitzt schon gewisse Ähnlichkeiten. 

Schalotten = Zwiebeln...

Kaffirlimette = Die Kaffirlimette hat eine ähnliche Größe wie die uns bekannten Limetten im Supermarkt. Jedoch ist sie durch ihren runzeligen Aufbau eher saftarmer. Alternativ kann man ohne Probleme die "normalen" Limetten nehmen. Es liegt bei euch, ob ihr von dieser dann den ganzen Saft verwendet oder nicht. Beides ist möglich - je nachdem auf was ihr steht.

Kaffirlimettenblätter = Eine wirkliche Alternative gibt es meines Erachtens nicht wirklich. In der Regel sind die frischen Blätter eher schwer aufzutreiben. Dafür gibt es sie im Asialaden in getrockneter oder eingefrorener Form, was sich ebenfalls gut eignet. Im Notfall lasst ihr sie weg.


5. Kleine Hinweise

1. Pürierstab. Solltet ihr tatsächlich einen Pürierstab verwenden, dann schüttet zuallererst die gerösteten Gewürze in den Mixbecher - auf jeden Fall nicht zuletzt - sonst habt ihr einen Gewürzregen in eurer Küche. :D

2. An die Drogenjunkies. Ja, Muskatnuss hat bei einer Überdosis eine berauschende Wirkung - die Nebenwirkungen sollen jedoch nicht so schön sein. Zudem ist Muskatnuss schwer zu dosieren, was schnell zu lebensbedrohlichen Versuchen führen könnte. Also bleibt mal schön unter 2g.

3. Und warum nicht einfach eine Currypaste aus dem Supermarkt? Glaubt mir. Es gibt viele Currypasten, die einfach nicht gut und nicht lecker sind. Wer erst einmal eine eigene Currypaste selbst hergestellt hat, der weiß, wovon ich rede.



Als Grundlage für die Currypasten diente mir folgende Quelle:
 
Feller, Thomas; Princet, Aline; Brouant, Isabelle (2014): Rezepte aus Thailand. München: Dorling Kindersley (Selbst gemacht).